"Pausenbrot" (Arbeitstitel) - Samsung Solve For Tomorrow
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"Pausenbrot" (Arbeitstitel)

Vermittlungsapp für Carework: Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigungen (1,7 Millionen Menschen in CH) sollen sich kostengünstig eine Auszeit leisten.
29 Kommentare

Die Herausforderung

Knapp ein Viertel der Schweizer Bevölkerung (1,7 Mio. Personen)* lebt mit einer Behinderung. Die Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen ist für Angehörige zeitintensiv und emotional anspruchsvoll. Oftmals kommen Angehörige “an ihre Grenzen”. Bestehende Entlastungsdienste und private Dienstleister wie Spitex sind oftmals teuer (auch bei nicht-medizinischen Leistungen).

*Quelle: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/wirtschaftliche-soziale-situation-bevoelkerung/gleichstellung-menschen-behinderungen/behinderungen.html

Die Zielgruppe

Als Kunden: Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigungen 

Als Dienstleister:

– Interessierte Menschen, die einem sinnvollen und flexiblen Nebenerwerb nachgehen wollen (Gig Economy). Mit oder ohne Fachkenntnisse im Gesundheitswesen

– Studierende im Gesundheitswesen und deren Hochschulen als Dienstleister

Die Gesellschaft als Ganzes  (die App schafft einen Zugang zu Menschen mit Behinderungen)

Das Team

Marketeer und Information Science mit Interesse an Digital Distruption, gut vernetzt mit relevanten Organisationen und Juristin, die im Bereich des internationalen Vertragsrechts (Schutz Geistiges Eigentum) und der Legal Tech Start Up Szene gearbeitet hat und jetzt Menschen und Unternehmen bei der Umsetzung von innovativen Projekten unterstützt.

Die Lösung

Eine Vermittlungsapp/Marketplace für den kurzfristigen Entlastungsdienst (nicht-medizinische Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigung von jung bis alt), map-basiert und bedürfnisorientiert mit Anbieterprofilen (careworker). Als careworker kommen interessierte Menschen, die einem flexiblen Nebenerwerb nachgehen wollen infrage wie auch Studierende im Allgemeinen wie auch von Studiengängen Gesundheitswesen infrage (evtl. gekoppelt an ECTS), Senioren, Freiberufler. Ähnlich wie bei bestehenden Apps (zB. Treatwell) bildet ein User-getriebenes Bewertungssystem des Qualitätspfeiler. Zum Ertragsmodell: noch unklar, evtl. Kooperationen mit Hochschulen, Gesundheitsinstitutionen. Fee legt jeder careworker fest. Interessant wäre die Idee, die Fee zu splitten (ein Teil übernimmt der Auftraggeber, ein Teil Sponsor/Gönner – Stichwort social responsibility).

Fragen an die Community

Inputs immer willkommen, benötige Kompetenzen in allen Bereichen!

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0 thoughts on ““Pausenbrot” (Arbeitstitel)

  • Holger Hoffmann-Riem

    Hallo Patricia, ich kann mich Heidi anschliessen: ich finde die Idee sehr interessant. Da solltest du unbedingt am Ball bleiben. Ich denke eine wichtige Herausforderung wird darin bestehen, weitere Leute für die Idee zu gewinnen – denn das dürfte ein umfassendes Projekt werden! Hier ein paar Ideen, mit wem du mal Kontakt aufnehmen könntest:
    * mit dem Team von Clea (https://solvefortomorrow.ch/clea/), den Siegern von 2019. Die arbeiten an einer Assistenzplattform für Behinderte, da stellen sich ganz ähnliche Herausforderungen, und vielleicht kann man auch eine gemeinsame Software nutzen
    * mit Heidi von Still Alice (https://solvefortomorrow.ch/still-alice/) solltest du unbedingt Kontakt aufnehmen
    * ebenso sehe ich Synergien mit dem Autistencafe (https://solvefortomorrow.ch/autistencafe-alltagsb-fernweh/)
    * spannend könnte auch der Kontakt zu Plattformen sein, die Freiwilligenengagements organisieren, z.B. https://www.fiveup.org/ (u.a. vom Roten Kreuz finanziert)

    0
  • Brigitta Gavilano

    Ein sehr interessantes Projekt. Die Problematik liegt da nur darin wo am besten angedockt werden kann. Ich denke es liegt einiges Potential bei älteren Menschen mit auch medizinischem oder sozialpädagogischem Hintergrund die Unterstützung leisten könnten. Auftritt in Internetplattformen ist eine Möglichkeit.

    3+
  • Marco Toschini

    Mehr als überfällig diese App. Es gibt so viele Betroffene, die vor allem unter Knappheit von Zeit und Ressourcen leiden, auf der einen Seite und so viele Menschen auf der anderen, die etwas zu geben haben, sei es Zeit, Geduld, Ideen oder Know-How. Bin gespannt zu sehen, wie es in der Umsetzung gelingen kann, inklusive Netzwerke zu schaffen, die auch die normierenden Barrieren in den Köpfen überwindet.

    2+
  • Anne Marie Schulte

    Ich wollte mich als Studentin für Pflegebedürftige Menschen einsetzen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen, weil mir die Hürden zu hoch vorkamen. Ich hätte mich irgendwie komisch gefühlt in einer Pflegeeinrichtung anzurufen und mich danach zu erkundigen, ob ich mich um jemanden kümmern darf. Die App löst dieses Vermittlungs-Problem und ist gesellschaftlich gesehen definitiv längst überfällig. Wir haben so viel ungenutztes soziales Potential und wir müssen Menschen endlich wieder einander näher bringen oder auch „connecten“.

    1+
  • Fabienne.Locher

    Hoi Patricia
    Tolle Idee und ja, ein grosses Bedürfnis. Und eine Belastung für alle Betroffenen, nicht nur emotional und zeitlich, auch finanziell. Wir vom Förderverein CléA haben eine sehr ähnliche Idee, wir verfolgen aber die gesamte Entwicklung eines digitalen Hilfsmittels, welches das Leben mit Assistenz vor allem administrativ vereinfachen wird.
    Mit der CléA Assistenzplattform machen wir genau das – wir bringen die Assistenznehmenden mit den möglichen Assistenten durch ein cleveres Matching zusammen. Das können auch Angehörige nutzen, die eine Entlastung für ihre Betreuung für ein Familienmitglied benötigen. Dies kann sowohl auf bezahlter als auch auf freiwillger Basis erfolgen. Wir sind bereits in der technischen Umsetzung der CléA Jobplattform, welche diese beiden Zielgruppen zusammen bringen soll. Die Beta-Version der CléA Jobplattform ist, ab Spätsommer verfügbar.
    Es wäre cool, sich mal auszutauschen. Allenfalls lassen sich Synergien nutzen. Ab Donnerstag ist unsere neue Webseite online, da findest du dann mehr Informationen zu unserer Arbeit – http://www.clea.app. Melde dich doch mal bei uns, wir würden uns freuen.
    Beste Grüsse – Fabienne

    2+
  • Ursina Wälchli

    Liebe Patricia
    Das Bedürfnis sehe ich als sehr gross an. Eine Herausforderung ist es sicher, die Betroffenen auch zu erreichen, da diese sich erfahrungsgemäss oft auch aus Überforderung zurückziehen. Die App müsste also niederschwellig breit gestreut werden, damit sie wirklich genutzt wird. Viel Erfolg!
    Herzliche Grüsse,
    Ursina

    2+
  • Raphael Urbino

    Mir gefällt die Idee ausserordentlich gut. Der Bedarf an Unterstützung für Angehörigen von Menschen mit Beeinträchtigung scheint mir fraglos gegeben. Es existieren glücklicherweise auch Unterstützungssysteme wie der Assistenzbeitrag der IV. Die Frage ist jedoch, wie die Einstiegshürde um Unterstützung anzubieten so tief wie möglich gehalten werden kann. Hier sollte der Prozess sofern rechtlich möglich unbürokratisch (Arbeitsverträge, Anträgen bei der IV etc.) sein.
    Um einen unbekannten Menschen mit Beeinträchtigung zu unterstützen braucht es (insbesondere ohne medizinische Erfahrung) eine grosse Portion Mut. Wie könnte man das lösen? Allenfalls Einsätze in Zweiergruppen?

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg!

    1+
  • r.reitmair

    Ich bin fest davon überzeugt, dass der Bedarf nach einer solchen Plattform besteht – schnell, unkompliziert und vor allem unbürokratisch auf Entlastungshilfen im Alltag zurückgreifen zu können, bedeutet insbesondere für Angehörige von Menschen mit Behinderung einen enormen Support. Ich selbst war und bin heute noch teilweise in der Position als Angehörige einer Person mit Behinderung und kann dies daher sehr gut nachvollziehen. Mit Fortschreiten der Krankheit benötigen die Betroffenen auch vermehrt nicht-medizinischen Support für viele Dinge, die im Alltag anfallen. Die Plattform schafft es, die Hürden für alle Parteien zu verringern und ungenutztes soziales Potential, dass sich vor allem jetzt auch in der Pandemie gebildet hat, zu bündeln und langfristig in die Richtung zu lenken.

    1+
  • Hugo Keune

    Grundsätzlich tolle Idee. Das Geschäftsmodell fehlt noch etwas. Wie wär‘s damit: 1/3 Krankenkassen, 1/3 Behindertenorganisationen oder öff. Hand, 1/3 Nutzer*innen? Einfachheit (wie Uber) und Datenschutz sind Priorität. Für mich persönlich auch das Design und die Logik. Hugo

    0
    • Holger Hoffmann-Riem

      Hallo Hugo, ich finde es wichtig, dass du die Frage nach der Finanzierung aufwirfst. Grundsätzlich finde ich es vorteilhaft, wenn das Projekt finanziell selbsttragend ist und nicht von einigen wenigen Geldgebern (z.B. Stiftungen) abhängt. Ich stelle mir einfach die Frage ob es fair ist, wenn jemand, der ohnehin schon einen behinderten Angehörigen pflegt, auch noch dafür zahlen muss, um sich eine Entlastung zu gönnen. Auf diese Frage habe ich allerdings auch keine Patentantwort.

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  • Jorge Gavilano

    You present some interesting ideas to tackle a current unsatisfactory situation. Families with persons with special needs need urgent support. Your project describes a way to help them. Some general questions

    1) Is this a project to be submitted to some a financial institution private or a government office? I believe a “punching line” is missing. Where it is spelt in detail what you propose to do. Something like
    “ We plan to provide a digital platform to…” (exactly what)
    I know that all the information is in the text, but I am from the old school, where the important things should be spelt in detail.

    2) Shouldn’t you say something more about the financing? Delineate here the range of the project. For instance: “In a first phase the project would run for 3 years, and it would be financed by the users up to a limit of 50%. “

    3) Do you also consider organizing special instruction, specialized classes or summer camps for client families?

    4) Is the project open to all who need it? Or there some limitations? For instance: Due to financial considerations, you may decide to limit the recipients to cases, stable and not “critical” (to avoid using all your financial resources at once). It is not easy to decide who would obtain help, but it is very important.

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