Interview mit dem Team von Anticipé - Samsung Solve For Tomorrow

Interview mit dem Team von Anticipé

Holger Hoffmann-Riem
12. Mai 2020

Anna-Lena und Iwan, euer Projekt Anticipé ist innerhalb von wenigen Tagen auf 17 Kommentare gekommen. Wie habt ihr es geschafft, die Diskussion in Gang zu bringen?

Iwan: Ich glaube, dies liegt einerseits an unserer Problemstellung, welche eine gesellschaftliche Relevanz hat und es uns deshalb leicht gemacht hat, Freunde und Fachexperten zu überzeugen, sich in die Diskussion mit einzubringen. Zudem hilft auch die Art und Weise, wie die Diskussion moderiert wird. Wir sind recht ergebnissoffen und bringen stets neue Fragestellungen in den Kommentaren auf. Ich nehme an das es deshalb der Community leicht fällt, uns zu unterstützen. Eine Frage zu beantworten fällt einem relativ einfach, glaube ich. Auf einen in sich geschlossenen Kommentar zu reagieren eher nicht.

Das ist ein guter Punkt – ich empfehle meist, Kommentare mit einer Frage enden zu lassen, damit die Community zum Mitdenken angeregt wird. Habt ihr das auch so gemacht?

Anna-Lena: Wir hatten versucht, möglichst oft Fragen zu stellen, oder auch noch weiter nachzuhaken um ein besseres Verständnis von der Meinung oder dem Input der Person zu bekommen. Es ist uns sehr wichtig, stets unterschiedliche Meinung in unser weiteres Vorgehen ein zu beziehen, um so den Blickwinkel möglichst offen zu lassen. Wir sind der Überzeugung, dass eine stetige Neujustierung des Projekts zu einer optimaleren, kundenzentrierteren Lösung führt. Und um diese Neujustierungen vorzunehmen ist ein sich vertieftes Einlassen auf Stakeholder oder sonstige am Projekt Interessierte unabdingbar.

Haben euch die Feedbacks denn geholfen, euer Projekt neu zu justieren und weiter zu entwickeln?

Anna-Lena: Ja, definitiv. Beispielsweise beim Vorgehen zur Gründung eines Vereins sind wir eher unerfahren. Hier sind wir sehr froh solch wertvolle Inputs durch die Community erhalten zu haben. Wir erhielten sogar ein Angebot, uns mit jemandem kurzzuschliessen, falls wir noch Rückfragen haben. Solche Inputs helfen ungemein.

Habt ihr Tipps für die anderen Teams, die bei Solve for Tomorrow teilnehmen?

Iwan: Bezüglich Community-Building würde ich den Tipp geben, selbst fleissig mitzumachen und zu kommentieren. Zudem würde ich so viele Freunde und Bekannte wie möglich einladen, sich bei Solve for Tomorrow anzumelden um alle Projekte zu unterstützen.

Autor: Holger Hoffmann-Riem
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