Freeq-Produktentwicklung ohne Vorurteile - Samsung Solve For Tomorrow
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Freeq-Produktentwicklung ohne Vorurteile

Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, "unconcious (gender) bias" in der Produktentwicklung zu minimieren.
6 Kommentare

Die Herausforderung

Unbewusste Vorurteile sind keine Seltenheit. 1. Es wird ein Angebot vermeintlich genderneutral gestaltet, obwohl das Geschlecht einen signifikanten Einfluss hat, wenn man diese Dimension miteinbezieht. 2. Die Art wie ein Angebot ausgestaltet wird, basiert auf Geschlechterstereotypen. Aus diesem Grund muss die Dimension "Gender" von Beginn an in den Entwicklungsprozess miteinbezogen werden.

Die Zielgruppe

Produktentwicklung-Teams (können Startups oder auch grössere Unternehmen sein). Kundinnen und Kunden, die die Produkte am Ende nutzen.

Das Team

Wir sind 4 Frauen, die im Bereich Innovation/Angebotsentwicklung arbeiten. Wir bringen einen breiten Erfahrungsschatz mit (Design Thinking, Product Mgt, Marketing, Kommunikation, techn. Grundverständnis). Eine Person mit Developer-Hintergrund wäre hilfreich, wenn wir eine digitale Lösung bauen.

Die Lösung

Wir möchten, ein Tool entwickeln, das Unternehmen hilft zu verstehen, in welche Kategorie ihr Produkt oder Service gehört (vermeintlich genderneutral oder stereotypisierend), inwiefern sie blinde Flecken im Entwicklungsprozess haben und
Hilfestellung entlang des gesamten Prozesses bietet.
Ideal ist eine digitale Lösung, zu Beginn ist ev. eine simple Checkliste (z.B. auf Basis Business Model Canvas). Auch Workshops zur Unterstützung wären denkbar, stehen aber nicht im Zentrum.
Im MVP würden wir uns auf den Schwerpunkt "Gender" fokussieren. In späteren Phasen wäre es ideal, wenn das Tool generell dabei hilft, Inklusion in der Angebotsentwicklung zu verankern.

Fragen an die Community

Wie kriegen wir eine hohe Glaubwürdigkeit hin, auch ohne neue wissenschaftl. Studie als Basis?
Auf welche Services/Produkte sollten wir uns in einem ersten Schritt konzentrieren?
Welche Produkt- bzw. Diversity&Inclusion-Fachpersonen würden mit uns die Idee zu validieren?

14+
Cécile OberholzerAyana MartinsMartina MägerliThomas Müllernat_betschmannGabriela AnlikerChristina MeyerMichelle WoringerBettina NaefPaul SiermannLouise LeibundgutChristian FleppUrsula NaefGabi O.Martin Schröcker

0 thoughts on “Freeq-Produktentwicklung ohne Vorurteile

  • Holger Hoffmann-Riem

    Coole Idee. Ich finde es wichtig dieses Thema nicht aus den Augen zu verlieren. Letztes Jahr hatten wir eine ähnliche Idee, die dann leider nicht weiter verfolgt wurde (https://2019.solvefortomorrow.ch/2019/09/18/idea-1245/). Bei Interesse kann ich euch gern mit Alexandra Choutko vernetzen.

    Eine Frage, die ich mir stelle: ist (noch) ein digitales Tool wirklich der effizienteste Ansatz? Ich könnte mir vorstellen dass es zumindest in der Startphase sinnvoller ist, erst einmal individuelle Coachings anzubieten und herauszufinden, wo wirklich die Bedürfnisse liegen. Wenn sich dann herauskristallisiert, dass Tools zentral sind, dann könnt ihr immer noch eine App entwickeln!

    1+
    • nat_betschmann

      Vielen Dank für deine Rückmeldung, Holger. Der Gedanke hinter einem digitalen Tool: allenfalls ist die Hemmschwelle kleiner, sowas zu nutzen, um sich überhaupt mal mit dem Thema auseinanderzusetzen, als direkt ein individuelles Coaching zu buchen. Es wird aber definitiv wichtig sein, in einem nächsten Schritt mit Firmen zu sprechen, um deren Bedürfnisse genau zu verstehen.

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      • Holger Hoffmann-Riem

        Ich glaube nicht, dass es bezüglich individuellem Coaching eine grosse Hemmschwelle geben würde – Coaching ist ja ein etablierter Ansatz, und es handelt sich nicht um ein schambesetztes Thema oder um “Psychotherapie”. Eure ersten Kunden wären Vorreiter und könnten stolz darauf sein, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Ich würde es darum sicher mal probieren, bevor ihr viel Geld in eine Appentwicklung steckt.

        1+
  • Ayana Martins

    Ein sehr cooles Projekt! Super! 🙂
    Kennen Sie wittyworks.com? Ihre Lösung beabsichtigt geschlechtsspezifische Vorurteile zu verhindern, aber in Kontext des Arbeitsmarktes.
    Ich denke, dass Benutzertests in Kombination mit einer gründlichen Analyse bei der Glaubwürdigkeit helfen könnten.
    Haben Sie sich, als eine erste Option, Spielzeuge überlegt? Oder ist der Fokus ein anderer? Prüfen Spielzeughersteller, ob geschlechtsdifferenzierte Produkten sich besser verkaufen lassen oder zu einer grösseren Kundenzufriedenheit führen? Oder akzeptieren sie dies einfach als Ansatz?
    Mir gefällt diese Idee sehr und ich würde gerne helfen.

    2+
    • nat_betschmann

      Vielen Dank für das positive Feedback!
      Spielzeug ist tatsächlich eine Produktkategorie, bei der oft gegendert wird. Ob es Studien dazu gibt, inwiefern sie sich deshalb besser verkaufen lassen, weiss ich gar nicht. Wäre definitiv eine Recherche wert!

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  • Sabrina Leva

    Spannender Gedanke eure Lösung. Erst kürzlich habe ich mich im Rahmen von “Gender Selling” mit diversen “Gaps” auseinander gesetzt und ein Webinar zu “Unconscious Bias” besucht.
    @nat_betschmann neben Studien helfen Erfahrungsberichte und überzeugende Referenzen in Punkto Glaubwürdigkeit. Als Unternehmung und künftige Kundschaft eurer Lösung wäre ich natürlich vor allem am Endresultat interessiert – “Was springt für meine Kunden raus? Wie bringt das die Firma und meine Mitarbeiter weiter?”. Wenn ihr mit eurem Auftritt und Leistungsangebot diese Fragestellungen beantworten könnt, habt ihr schon Mal mein Interesse geweckt. Ich empfehle euch in diversen Gremien und Organisationen die sich für das Thema einsetzen Kontakte zu knüpfen, oder direkt auf Leaders zu zu gehen um eine erste Reichweite zu erlangen. Ausserdem bieten diverse Hochschulen bereits Studiengänge zu “Diversity & Inclusion” an, wo ihr Fachpersonen und Forschungsergebnisse findet.

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