Covid policy simulator - Samsung Solve For Tomorrow
Online-Phase

Covid policy simulator

Unser policy simulator erlaubt Nutzern, verschiedene Policies und deren Auswirkung zu testen und verstehen um Verständnis für die Policies zu schaffen und deren bestmögliche Umsetzung zu erreichen.
7 Kommentare

Die Herausforderung

Wir haben ein Modell erstellt, mit dem sich verschiedene Szenarien simulieren lassen. Nächste Schritte sind einerseits eine bessere Kalibrierung des Modells sowie die Bereitstellung von weiteren Informationen. Dabei ist jedoch wichtig, dass wir die Nutzer mit Informationen nicht überfluten und sie die Simulationsresultate weiterhin interpretieren können.

Die Zielgruppe

Alle Personen mit einem vertieften Interesse, die Dynamiken einer Pandemie zu verstehen. Ebenso Personen, die den Effekt der verschiedenen Massnahmen besser erklären können wollen.

Das Team

Wir haben ein gut funkionierendes Modell und eine attraktive Webseite geschaffen. Wir könnten aber weiterhin Hilfe beim Front End under Analyse brauchen.

Die Lösung

Unser policy simulator ist unter https://covidprogress.com/ aufgeschaltet. Im VersusVirus Hackathon haben wir eine Basis geschaffen, auf der sich aufbauen lässt.

Fragen an die Community

Was würdet ihr gerne wissen zur Entwicklung der Pandemie? Welche Informationen fehlen euch?

1+
Maximilian Reuter

0 thoughts on “Covid policy simulator

  • Holger Hoffmann-Riem

    Hallo Stefan, danke für den Policy Simulator, der im Vergleich z.B. zum Tool von Prof. Neher (https://covid19-scenarios.org/) wirklich einfach zu bedienen ist. Im Zusammenhang mit Solve for Tomorrow interessieren mich die folgenden Fragen:
    – Wie sieht euer Wirkungsmodell aus – wie trägt das Modell dazu bei, dass die Schweiz die Corona-Krise besser meistern kann?
    – über welchen Zeitraum erachtet ihr den Simulator als wichtig – ist das etwas, das über mehrere Epidemien hinweg zur Verfügung stehen soll, und das dementsprechend über einen längeren Zeithorizont finanziert werden muss, oder ist das ein bereits in sich abgeschlossenes Tool, das für die nächsten Monate zur Verfügung stehen soll und keine langfristige Finanzierung braucht?

    Herzliche Grüsse
    Holger

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    • Stefan Katz

      Hallo Holger

      Das Modell ist ein SEIR Modell, in dem wir auch verschiedene Altersgruppen modellieren. Mittelfristig kann man damit zum Beispiel evaluieren, ob Massnahmen für verschiedene Altersgruppen unterschiedliche Effekte haben (z.B. sollen Schulen geöffnet werden, etc.).

      Das Modell macht es möglich, verschiedene Policies zu testen und die Zusammenhänge besser zu verstehen. Dadurch können Benutzer eine Awareness gewinnen, wie die Policies und deren Umsetzung den Verlauf der Pandemie beeinflussen. Dies wird auch im Hinblick auf eine mögliche zweite Welle wichtig sein, da dann wiederum unterschiedliche Massnahmen getroffen werden müssen.

      Zudem arbeiten wir daran, das Modell zu verfeinern und besser zu kalibrieren, was dann auch Policyempfehlungen zulassen würde.

      Grundsätzlich ist das Interesse an Verständnis für die Dynamiken einer Pandemie sicher im Moment sehr relevant. Aber das Modell lässt sich relativ gut anpassen, wenn eine neue Pandemie enstehen würde. Das Tool ist aber definitiv nicht abgeschlossen und wir müssen noch einiges an Zeit dazu investieren, mehr Optionen und Daten bereit zu stellen und das trotzdem weiterhin so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten.

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  • Holger Hoffmann-Riem

    Das klingt nach einem spannenden Ansatz, der gerade jetzt sehr wichtig ist, wo man über eine allmähliche Aufhebung des Lockdown nachdenkt. Ich habe keinen Überblick darüber, womit sich die Schweizer Epidemiologen gerade beschäftigen. Geht euer Modell über das hinaus, was Leute wie Salathe, Neher oder Althaus momentan machen?

    Die Schlüsselfrage ist für mich jedoch wie ihr mit dem Modell Wirkung erzielt. Ich denke dass ein Modell dann wirksam ist, wenn es von Entscheidungsträgern bei der Planung von Massnahmen verwendet wird. Das würde bedingen, dass Leute beim BAG oder in Expertenkommissionen oder auch kantonale Gesundheitsdirektionen euer Tool nutzen. Habt ihr zu diesen Gruppen Kontakte? Ich stelle mir das noch schwierig vor, da ja sogar die obengenannten Epidemiologen darüber klagen, dass das BAG kein Interesse an einem Austausch hat.

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    • Stefan Katz

      Das Modell ist dem von Prof. Neher wahrscheinlich relativ ähnlich. Unser Ansatz ist aber erst mal, ein benutzerfreundliches Tool zu schaffen um Verständnis in der Öffentlichkeit für die verschiedenen Policies zu genieren. Das wäre die Wirkung, die wir erzielen wollen. Daher ist es wichtig, das so intuitiv wie möglich zu gestalten.

      Ich habe einige Kontakte in dem Bereich und ich werde mit denen das Modell sicher besprechen, wann wir es auf einem genügend hohen Qualitätsniveau haben. Aber ich denke, das ist zumindest kurzfristig nicht unsere Hauptzielgruppe.

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      • Holger Hoffmann-Riem

        Wenn ich das richtig verstehe, dann geht es euch vor allem um einen öffentlichen Dialog, und den Wissenschaftlern geht es vermutlich eher um einen Fachdialog bzw. den Dialog mit Entscheidungsträgern bei Bund und Kantonen. Insofern könnte sich hier eine gute Ergänzung ergeben, weniger eine Konkurrenzsituation. Habt ihr schon eine Idee wie ihr die Diskussion in der Öffentlichkeit in Gang bringen könnt?

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        • Stefan Katz

          Genau. Einerseits müssen wir schon eine gewisse Genauigkeit haben um eine realistische Simulation hinzukriegen aber wir müssen das Ding nicht überparametrisieren.

          Die Diskussion wird wohl nur über eine Community, die daran interessiert ist in Gang kommen. Zudem können wir mit Hochschulen und Schulen zusammenarbeiten um das Thema zu diskutieren. Sonst sind wir aber für weitere Ratschläge offen.

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