Anticipé - Samsung Solve For Tomorrow
Online-Phase

Anticipé

Wir wollen alle Bürgerinnen und Bürger der Schweiz befähigen, durch eine interaktive Web-Experience selbstständig eine Patientenverfügung (PV) zu erstellen.
32 Kommentare

Die Herausforderung

Der Mehrheit der Bevölkerung der Schweiz ist die PV ein Begriff, jedoch haben nur ein Bruchteil davon diese auch erstellt. Dies liegt daran, dass viele Leute mit den komplexen Fragen überfordert sind, welche beim Erfassen einer PVthematisiertwerden. Wir wollen durch ein Online-Tool die Bevölkerung an diese Fragen heranführen und zum Kreieren einer PV befähigen.

Die Zielgruppe

Alle SchweizerInnen sollen auf eine leicht verständliche Weise durch die relevanten PV-Fragen geführt werden. Zudem sollen Ärzte und Pflegepersonen die Lösung als Beratungstool nutzen können.

Das Team

Wir sind ein bunt gemixtes, hochmotiviertes Team, bestehend aus Iwan (Design), Robin (Soziologie), Elia (Psychologie), Pierre (Ingenieur) und Anna-Lena (IT, Data Science).
Sei es Front-End, Management oder Kommunikation – wir freuen uns über jegliche Unterstützung 🙂

Die Lösung

Wir glauben, dass wir mit einer interaktiven Web Experience die Herausforderung lösen können. Heutzutage ist es technisch möglich, durch gutes Storytelling, Gamification und optimierte Nutzerführung Menschen „remote“ an komplexe Fragestellungen heranzuführen.
In der Onboarding-Phase wird der Kunde durch ein interaktives Storytelling an die PV-Fragestellungen herangeführt. Dadurch soll eine Reflextion stattfinden, die dem Benutzer das Ausfüllen der PV in der Formular-Phase erleichtert. Zusätzlich sollen die Nutzer über medizinische und rechtliche Themen aufgeklärt oder Services wie ein Forum, das Verknüpfen mit Beratern oder auch die Aufbewahrung der PV angeboten werden.

Fragen an die Community

Wisst ihr, wie man einen Verein gründet?
Könnt ihr uns helfen, diese Experience auszuarbeiten? Hierfür wollen wir Personas erstellen, die UX entwickeln und schliesslich einen Prototypen kreieren.
Würdet ihr gerne unseren Prototypen testen?

67+
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0 thoughts on “Anticipé

  • Holger Hoffmann-Riem

    Liebes anticipe-Team, ich freue mich, dass ihr so vielseitig zusammengesetzt seid – die meisten Projekte hier suchen nach Teammitgliedern mit bestimmten Kompetenzen, und bei euch ist schon sehr viel vorhanden!

    Zum Verein-Gründen: schaut mal auf https://www.vitaminb.ch/
    ABER: ich würde von einem Verein abraten – eine Genossenschaft passt als Rechtsform vermutlich besser zu euch. Ein Verein hat aber den Vorteil tieferer Gründungskosten, und eine Möglichkeit wäre, dass ihr mit einem Verein startet und dann überlegt, wie es weitergehen soll.

    Personas etc: falls ihr bei uns ins Coaching-Programm kommt, so wäre das auch ein Teil des Programms. Wenn ihr schon etwas weiter seid wollen wir euch aber nicht stoppen, gebt ruhig Gas!

    Prototyp testen: das ist genau einer der Vorteile dieser Plattform. Ich würde euch aber vorschlagen, dass ihr auch in eurem Umfelt Test-User mobilisiert und sie bittet, hier auf der Plattform mitzudenken und Feedback zu geben. Ich freue mich schon, hier den Link zum Prototyp zu sehen 🙂

    Herzliche Grüsse
    Holger

    4+
  • Johannes Flettner

    Hey zusammen,

    Die Patientenverfügung ist schweizweit etwas, dass weitgehend zwar bekannt ist, jedoch vor allem von jungen Menschen ignoriert wird. Ich bin im Zuge meiner Ausbildung an einem Vortrag gewesen, welcher über eine Umfrage berichtete, die genau über diese Problematik berichtet. Viel Erfolg bei eurer Mission 😉
    Zu euren Fragen:

    1. Ich habe bereits ein wenig Erfahrung bei der Vereinsgründung. Im Prinzip kann man einen Verein auf einer Serviette gründen, somit ist das sicher eine einfache Art und Weise zu starten. Im Internet findet man viele Inhalte zum Thema oder sonst im ZGB. Ihr braucht Statuten, welche den Zweck beschreiben, einen Vorstand und eine grobe Strukturierung. (Siehe ZGB. Art. 60, Ziff. 1& 2) Grundsätzlich ist das alles recht easy, aber Ihr dürft auch gern auf mich zukommen falls ihr Support braucht.

    2. Mein erster Gedanke wie man eine AD an junge Erwachse heranbringen könnte ging in Richtung Infomercial-Video/ «Choose-your-own Adventurebook».
    Die Infomercial würde helfen grundsätzlich zu verstehen wie eine AD funktioniert, wie sie verwendet werden kann und wie man eine aufstellt. Der «Choose-your-own Adventurebook»-Teil würde den Enduser dabei unterstützen herauszufinden welche Bereiche wichtig für ihn sind. Ein Extremsportler hat vermutlich in dieser Hinsicht nicht dieselben Bedürfnisse wie ein passionierter Angler. Mit dieser Art und weise könnte man den User vorsichtig in die richtige Richtung Leiten und ihm genug, aber auch nicht zu viele Informationen präsentieren. Diesbezüglich wäre evtl. eine Person mit Medizinischem Fachwissen nützlich.

    3. Beim Testen bin ich gern mit dabei, für vielversprechende Innovationen bin ich immer zu haben.

    Noch einmal viel Erfolg und gutes Gelingen bei eurem Unterfangen.
    Freundliche Grüsse

    Johannes Flettner

    5+
    • Holger Hoffmann-Riem

      Hallo Johannes, ich musste eben schmunzeln als ich mich fragte, welches patientenverfügungs-relevante Risiko wohl ein Angler bei der Ausübung seines Hobbies eingeht – und als ich dabei auf “ungeniessbaren Fisch” kam. Aber Spass beiseite: ich denke auch dass es zentral ist, unterschiedliche Zielgruppen dort abzuholen wo sie stehen. Und ich denke dass es gerade bei diesem Thema sehr wichtig ist, dass die Leute nicht in Kontakt mit “Verkäufern” kommen, sondern mit Menschen sprechen, denen sie vertrauen – das könnten z.B. Enkel sein, die ihren Grosseltern von der Patientenverfügung erzählen. Oder Arbeitskollegen. Damit verbunden ist dann die Frage, wie eine Organisationsstruktur aussehen könnte, die zur Glaubwürdigkeit beiträgt – und da muss ich meinen gestrigen Zweifel am Verein wieder fallenlassen. Denn ich glaube dass die Glaubwürdigkeit bei vielen Leuten in Frage gezogen wird, wenn sie kommerzielle Interessen wittern. Somit könnte es für das Anliegen sehr hilfreich sein, wenn man das als Verein aufzieht, bei dem Freiwillige ihre Mitmenschen für das Thema sensibilisieren, ohne ein persönliches finanzielles Interesse. Ich denke auch dass der persönliche Kontakt sehr wertvoll wäre, und dass man da nicht alles an eine App delegieren kann, wenn man die ältere Generation ansprechen will. Bei der jüngeren Zeit könnte ein gamifiziertes Abenteuer hingegen genau das Richtige sein.

      Eine andere Frage ist für mich welche Zielgruppe man vor allem ansprechen will. Ich vermute dass die meisten Bestrebungen bisher in die Richtung gehen, ältere Leute zum Verfassen einer Patientenverfügung zu bewegen. Ich denke bei jüngeren Menschen ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie eine Patientenverfügung brauchen – so dass wahrscheinlich 95% der Anwendungsfälle bei Personen über 70 liegen. Wie sehen andere hier die Frage nach der Zielgruppe?

      5+
      • Anna-Lena Klaus

        Hi Joe, cool hast du den Weg vom Link zu unserem Projekt gefunden. Eure beiden Inputs zum Verein denke ich sind insbesondere in der Betrachtung, dass wir möglichst bald eine saubere Lösung haben möchten optimal. Sehr gerne komme ich nochmals auf dich zu, um beim Gründen des Vereins etwas Erfahrung von dir abzuholen 🙂
        Durch die aktuelle Situation lohnt es sich, vor allem ältere Personen als Zielgruppe zu definieren, jedoch sollte das Ziel des Projekts sein, dass quer durch die gesamte Bevölkerung eine bessere Sensibilisierung zu diesem Thema besteht, sodass auch die diversen Angebote von Formularen und Online-Hilfen ausgefüllt werden. Ziel ist es auch über besser informierte jüngere Menschen, durch den Kontakt zu den Grosseltern, Eltern oder älteren Freunden so das Thema besser kommunizeirt werden kann. Deine Idee mit dem «Choose-your-own Adventurebook» hört sich so an, als ob es sehr nahe an unserer Vorstellung von einer Story liegt. Dementsprechend sollte die Experience wohl am besten so ausgelegt sein, dass ältere Angler sowie auch jüngere Extremsportler persönlich begleitet werden können. Danke, sehr gerne schicke ich dir den Link zum ersten Prototyp, sobald dieser steht.

        4+
      • Iwan Hänggi

        Hi Holger
        Du hast recht, unser Projekt sollte Non-Profit sein. Unsere Vision ist ja, alle Schweizer Bürgerinnen zu empowern, eine Patienteverfügung erstellen zu können. Jegliche versuche zur Monetarisierung würde, zumindest in der Theorie, die Konversationsrate schmälern weshalb das Verkaufen in direktem Konflikt steht mit unserer Vision. Ganz abgesehen sagt mir mein Bauchgefühl, das ein Verein, oder später eine Genossenschaft, der Richtige weg ist. Wer weiss, vielleicht entstehen später mal Dienstleistungen und Angebote, welche einen Business-Aspekt haben, wie dies bei einem Vereinslokal der Fall wäre…vorerst liegt unser Fokus jedoch darauf, unsere Vision so kompromisslos wie möglich durchführen zu können.

        Spannende Inputs zur Zielgruppe. Wie Anna-Lena schon schreibt ist das Thema eigentlich für alle relevant. Da wir jedoch im ersten Schritt kein Eier-legendes-Woll-Milch-Schwein kriegen können, müssen wir uns gut überlegen, wen wir als erstes Ansprechen wollen. Hier müssen wir eine Zielgruppe finden, für welche die Patienteverfügung schon eine gewisse Relevanz hat, welche sich in einem Lebensabschnitt befindet, wo Zukunftsthemen wichtig sind und welche wir mit einer digitalen, skalierbaren Lösung bedienen könnten.

        Eine mögliche Zielgruppe könnte sein: Paare, welche im Konkubinat leben: https://www.beobachter.ch/familie/konkubinat/familie-sicherheit-fur-angehorige

        Interessant wäre diese Zielgruppe auch, da eine Patientenverfügung beim etwaigen Partnerwechsel erneut erstellt werden müsste…
        Was meint ihr zu diesen Überlegungen?
        Habt ihr noch andere Ideen für sinnvoll Kundensegmente?
        Wie findet ihr die Segmentierungskriterien: Relevanz der Patienteverfügung, Offenheit gegenüber Vorsorgethemen und Erreichbarkeit über skalierbare Medien?

        4+
        • Holger Hoffmann-Riem

          Wenn ihr das klar als Non-Profit positioniert, dann habt ihr in meinen Augen auch eine klare USP im Vergleich zu anderen Ansätzen. Und wie du sagst: man kann das dann später noch ausbauen. Ich war mal mit der Frage konfrontiert, ob man eine Genossenschaft in eine GmbH umwandeln könne, und da kam im Prinzip raus “das Billigste ist liquidieren und neugründen”. Da ihr bei der Gründung eines Vereins kaum Kosten habt sehe ich somit kaum Mehrkosten im Vergleich zur sofortigen Gründung einer Genossenschaft (ziemlich teuer) oder GmbH (nicht so teuer, braucht aber Startkapital).

          Was extrem wichtig ist: wenn ihr vorhabt dass euer Verein später mal steuerbefreit sein soll, dann habt ihr potenziell einen Riesenzoff mit dem Steueramt (in dem konkreten Fall, an dem ich beteiligt war, hat es Anwaltskosten von ca. 20’000 gebraucht, bis die Steuerbefreiung dann Tatsache war) . Es ist nämlich bei weitem nicht so dass die jeden Verein als “gemeinnützig” einstufen. Vor allem gibt es da extreme Unterschiede von Kanton zu Kanton. Ich würde also grossen Wert darauf legen, den Verein in einem Kanton zu gründen, in dem man mit dem Steueramt gut reden kann. Der klassische Tipp ist BS. Insider-Tipp meines spezialisierten Anwalts: GL.

          4+
          • Iwan Hänggi

            Hey Holger,
            Super Tipp, da trifft es sich ja, das BS mein “home-turf” ist quasi.
            @Leni, wollen wir das so in Angriff nehmen? Verein mit sitz in Basel oder gibt’s da Befindlichkeiten/Wünsche;)
            Liebe Grüsse
            Iwan

            2+
          • Robin Anna Vital

            Hallo Holger

            Ich kann dir nur zustimmen! Ich sehe auch die Vorteile eines Vereins, insbesondere Non-Profit. Das ist in meinen Augen der beste Ansatz für unser Vorhaben. Auch weil es Lösungen gibt, für welche man bezahlen muss, aber das ist für mich der falsche Ansatz. Wieso sollte man für etwas bezahlen, was das eigene Ableben betrifft und am Ende vielen verschiedenen Involvierten (Familie, KK…) nützt. Bezüglich der Gemeinnützigkeit; ich denke auch, dass es von Anfang an gut wäre sich klar so zu positionieren und schon vor dem Erreichen der Steuerpflichtigkeit eine Gemeinnützigkeit zu “beantragen”, bspw. auch bei google mit .org. Kennst du hier klare Vorgaben wie man Gemeinnützigkeit “beweisen” kann?

            Beste Grüsse
            Robin

            2+
            • Holger Hoffmann-Riem

              Hallo Robin, das mit den “klaren Vorgaben” wäre schön. Realität ist, dass das in jedem Kanton anders gehandhabt wird. Wie ich in einem früheren Kommentar schon geschrieben habe lohnt es sich daher, den Standort des Vereins sorgfältig auszuwählen. Vermutlich lohnt es sich, vorgängig beim jeweiligen Steueramt anzurufen, wie sie das handhaben. Ich habe den Prozess mit differencelab.org selbst durchlaufen, und das hat drei Jahre gedauert – was aber auch daran lag, dass wir eine Genossenschaft sind und kein Verein, was beim Steueramt zu Verwirrung führt. Wenn ihr es ganz gründlich angehen wollt dann könnt ihr einen Anwalt einbeziehen (ich könnte euch eine Adresse geben), aber das wird SEHR teuer…

              Die wichtigsten Kriterien sind:
              – es darf keine Gewinnausschüttung an irgendwelche “Eigner” geben
              – bei Liquidation des Vereins muss das Vereinsvermögen an eine andere steuerbefreite Organisation fliessen
              – die Tätigkeit des Vereins muss der gesamten Gesellschaft dienen, es darf niemand ausgeschlossen werden

              Das müsstet ihr von Anfang an in euren Statuten so verankern. Oder sonst die Statuten anpassen, was aber immer aufwändig und meist teuer ist.

              3+
    • Iwan Hänggi

      Lieber Johannes
      Wow, merci für deinen Kommentar. Mega ermutigend dass du in unserem Projekt Potential siehst:)
      Super, ich glaube, wir werden dies mit dem Verein in den nächsten Tagen in Angriff nehmen. Ich bin schon sehr euphorisch weil ich glaube, dass dies uns helfen wird, Awareness für unser Projekt zu erzeugen. Im Rahmen eines Vereins könnte ich mir nämlich schon gut vorstellen, dass wir eine Kampagne starten können, auf verschiedenen Kanälen, e.g. Facebook, Instagram, Twitter um Leute für unser Thema zu begeistern. Denkst du, du könntest uns zum Thema Vereinsgründung beim formulieren des Vereinszwecks und Statuten feedback geben?? Wir haben eben keine Ahnung davon, auf welchem Level diese sein müssen.
      Super bezüglich Choose-Your-Own-Adventurebook. Mir kommen da direkt experiences wie http://oatthegoat.co.nz, oder Games wie Myst oder MonkeyIsland in den Sinn. Natürlich muss so eine Experience dann eine, dem Thema entsprechende Tonalität haben. Wird spannend, diese Experience zu entwickeln. Kennst du jemanden, der uns da aus fachlicher Sicht helfen könnte? Kennst du andere, explizite Beispiele für gelungene Choose-Your-Own-Adventure Experiences?
      Super das wir dir den Prototypen zeigen können. Ich melde mich spätestens dann bei dir. Lass uns hier in Kontakt bleiben!
      LG
      Iwan

      4+
  • Nicole Müller

    Hallo Zusammen
    Ich finde eure Lösung super. Ich (27 j.) zum Beispiel habe mir schon mehrmals überlegt eine PV auszufüllen, habe es bis jetzt aber immer gelassen, aus Angst etwas falsches zu machen, da es ja Buchstäblich um Leben oder Tod geht.

    Ich arbeite im Gesundheitsbereich und bin durch das auch schon selber mit dem Thema in Kontakt gekommen. Zudem arbeiten auch viele Personen, die ich kenne, im Gesundheitsbereich (Pflege, Betreuung usw.). Spannend ist, dass ich nur durch das Erzählen von euerer Lösung eine Diskussion über dieses Thema PV anregen konnte und gemerkt habe, dass v.a. Gesundheitsfachpersonen die im Spital oder Altersheim arbeiten eigentlich täglich mit der PV zu tun haben und genau so eine Beratungstool sehr sinnvoll finden würden, da es immer wieder verschiedene Probleme mit der PV gibt. Zum Beispiel die Unklarheit über die Gültigkeit, die unterschiedlichen PV Arten, die Erstellung “im letzten Moment”, weil keine PV da oder die ineffiziente Beschaffung der PV.

    Grundsätzlich denke ich, dass viele junge Menschen in der Schweizer Bevölkerung gerne mehr über die PV erfahren möchten und auch dann eine PV ausfüllen würden. Versucht doch die Kampagne und eure Lösung v.a. auf die jüngere Bevölkerung “zuzuschneiden” . Ihr könnt ja dann auch die Message platzieren, dass die Jüngeren dann auch mit den Älteren darüber sprechen sollen und sie motivieren, unterstützen, eine PV auszufüllen.

    Eine zweite Gruppe könnten Gesundheitsfachpersonen sein, die euch helfen das Thema zu streuen oder den Prototyp ausprobieren. Zum Beispiel könnte man z.B. “Werbung” gezielt in Ausbildungseinrichtungen für Gesundheitsfachpersonen machen.

    Ich selber würde sehr gerne den Prototyp ausprobieren und würde sonst dann auch “Werbung” in meinem Umfeld machen.

    4+
    • Holger Hoffmann-Riem

      Ich finde das einen Super-Ansatz – “Patientenverfügung für Risikogruppen” wie Personal im Gesundheitswesen. Ich denke das hätte auch den Vorteil dass diese Leute viel Kontakt mit Patienten haben und so wiederum selbst dazu beitragen können, Patienten zu sensibilisieren. Den generationenübergreifenden Dialog fände ich auch wertvoll. Ebenso wie die Integration in die Ausbildung von Gesundheitsfachpersonen.

      3+
    • Anna-Lena Klaus

      Hallo Nicole
      Vielen Dank für deine spannenden Inputs. Ich verstehe völlig den Respekt, welcher man vor dieser Thematik hat. Es scheint ein Fass ohne Boden zu sein und man hat Angst, etwas falsch zu entscheiden. Ziel des Projekt ist es, anhand der notwendigen Informationen personalisiert mittels Experience zu vermitteln, sodass man sich die für einen wichtigen Fragen stellen und beantworten kann. Wie du sagtst wäre es sehr spannend, die Web-Experience so zu gestalten, dass sie je nach Zielgruppe, Ernährungsberatung oder Gesundheitsfachpersonen, ob jüngere oder ältere Personen anzupassen. Wichtige Rahmenbedingungen, wie die Gültigkeit oder unterschiedliche Arten von PVs müssen somit geschickt in die Web-Experience integriert werden. Was denkst du, wie viel Zeit würdest du verwende, bzw. investieren um dich mit dem Thema PV zu befassen? Und was denkst du wie man erreichen kann, dass du motivierter wirst und weniger Hemmungen hast und somit dich darauf einlässt und vielleicht sogar noch länger damit befasst, als zuerst gedacht? Liebe Grüsse Anna-Lena

      3+
      • Nicole Müller

        Hallo Anna-Lena
        Das wäre super, wenn die Web-Experience individuell angepasst werden könnte und die Rahmenbedingungen integriert werden. Ich denke, dass es optimal wäre, wenn das Ausfüllen der PV (inkl. allen Erklärungen) max. 1h dauern würde. Meine Motivation für das Ausfüllen wäre sicherlich höher, wenn die App oder die Website übersichtlich gestaltet ist und einen “Assistent” mich durch den Prozess führt. Zudem finde ich sehr wichtig, dass mich der Prozess des Ausfüllen befähigt, das Richtige auszufüllen. D.h. mir wird erklärt, welche Konsequenzen meine Antworten haben. Falls ich die PV mit der Zeit aktualisieren muss, dann würde mir sicherlich auch eine Erinnerungsfunktion per E-Mail helfen.
        Liebe Grüsse
        Nicole

        3+
    • Pierre Tschopp

      Hallo Nicole,
      vielen Dank für Deinen tollen Beitrag! Es ist ermutigend zu hören dass das Projekt in deinem Umfeld schon zu Diskussionen führt. Das Thema PV ist vielschichtig und die vielfältigen Themen darin haben je nach Alter und gesundheitlicher Verfassung auch eine ganz andere Relevanz – was dazu führt dass jede PV anders sein kann und deshalb eine “Standard-PV” auch überfordern kann. Evtl. wäre es interessant eine PV nach Baukastenprinzip für unterschiedliche Zielgruppen generieren zu können. In welchem Gesundheitsbereich arbeitest Du? Wie bist Du mit dem Thema in Kontakt gekommen? Das Projekt ist natürlich auf die Unterstützung von Profis wie Dich angewiesen! Vielen Dank auch für Dein Angebot, einen Prototypen zu testen und das Projekt hinauszutragen.
      Liebe Grüsse, Pierre

      3+
        • Anna-Lena Klaus

          Liebe Nicole, lieber Pierre, coole Idee mit dem Baukastensystem. Diese Idee müssen wir wirklich festhalten! Hast du in deiner Ausbilung zur FaGe und beim Studium zur Ernährungstherapeutin speziell Informationen zur PV erhalten? Wie wurde euch der Umgang mit den Patienten gelernt? Vielleicht wäre es auch ein spannender Ansatz, einen Bezug zur Ausbildung zu haben (Dozenten, Lehrpersonen, Studenten,…) um den bald gegründeten Verein und die Plattform bekannt zu machen und hilfreiche Feedbacks zu bekommen. Denkst du dies wäre hilfreich/möglich?
          Liebe Grüsse Leni

          1+
  • Simona Mazzotta

    Liebe Anna-Lena & Anticipé Team

    Obwohl als nicht Schweizerin mich mit dem Thema “Patientenverfügung (PV)” nicht so gut kenne, finde die Idee spannend und würde ich Euch sehr gerne nach einem kleinen “On-Boarding” mit meiner Marketing Erfahrung in der Konzipierung und Entwicklung der Personas und verbundenen Kommunikationskanäle sowie in einer möglichen Übersetzung auf IT-FR-EN aushelfen 🙂 Ihr könnt mich gerne per Email direkt kontaktieren und wir können einen Meeting abmachen um die nächsten Schritten zu definieren.

    In der Zwischenzeit, viel Glück mit der Weiterentwicklung! 🙂

    Liebe Grüsse
    Simona

    4+
    • Anna-Lena Klaus

      Liebe Simona
      Es freut uns sehr, dass du die Herausforderung im Bereich Patientenverfügung und unser Ansatz spannend findest. Umso schöner, dass du Interesse hast, uns beim Projekt zu unterstützen 🙂 . Wir können Hilfe im Bereich Marketing und Übersetzung sehr gut gebrauchen 😀 .
      Sehr gerne komme ich auf dich zu, deine E-Mail-Adresse habe ich ja bereits.

      2+
  • Mirjam Nufer (Samsung)

    Hallo zusammen. Eure Idee find ich super. Seit etwa einem Jahr beschäftige ich mich mit dem Thema und schieb die PV vor mich hin. Bin gerne bereit als Testperson zu fungieren ;-).
    2 Sachen sind mir noch in den Sinn gekommen:
    1. Persona: Motorradfahrer, die in einer Beziehung sind, aber nicht verheiratet. Bei dieser Hochrisikogruppe ist es besonders wichtig, dass sie sich darüber Gedanken machen.
    2. via meine Krankenkasse habe ich nachgefragt, ob man die PV auf dem KK-Kärtchen hinterlegen lassen kann. Dafür muss man aber zu einem Arzt, der ein entsprechendes Gerät hat (bedeutet Arztrechnung, plus Zeitaufwand um Arzt mit Gerät ausfindig zu machen). Unter Umständen könnte man mit der App ja grad noch eine technische Lösung generieren, damit dieser Prozess einfacher wird?
    LG, Mirjam

    5+
    • Robin Anna Vital

      Liebe Mirjam

      Vielen Dank für dein Interesse an dem äusserts wichtigen Thema!
      1) Du hast vollkommen Recht, es gibt Risikogruppen, bei welchen es noch wichtiger ist eine PV zu haben als bei anderen. Es gilt diese Risikogruppen auch abzuholen, während natürlich alle, ob Risiko-affin oder nicht, dazu motiviert werden sollen eine PV zu erstellen 🙂
      2) Stimmt, das ist leider immer noch nicht einfacher möglich. Das ist sehr schade und wurde eigentlich auch schon vor längerer Zeit so bestummen. Den Umweg über die Suche nach einem Arzt mit dem speziellen Gerät ist total suboptimal und sollte dringend verbessert werden!
      Gerne schauen wir uns an, ob es möglich ist hier mit den KK zu arbeiten und diesen Prozess zu vereinfachen. Zumal sie auch ein Interesse daran haben, dass sich möglichst viele Personen mit dieser Thematik befassen 🙂

      Liebe Grüsse
      Robin

      4+
  • Anja Hänggi

    Hallo Anticipé-Team
    Euer Interesse, der Gesellschaft die PV mit einer Experience näher zu bringen, hört sich vielversprechend an. Es ist unabdingbar, dass diese Thematik den Menschen näher gebracht wird.
    In einer Gesprächsrunde mit Freunden ist Anfang der Corona-Krise eine anregende Diskussion entstanden. Leider mit vielen Fragen, welche nicht beantwortet werden konnten. Toll, dass ihr mit eurem Tool gerade auch Aufklärung leistet.
    Eure Idee fliesst in die ähnliche Richtung wie der Organspendeausweis. Letztes Jahr konnte ich meinen Organgspendeausweis bei SwissTransplant online erstellen und auch digital hinterlegen. Dass ich kein physisches Dokument bei mir haben muss, finde ich super. > Je einfacher, desto besser!
    Gerne teste ich euren Prototypen! Ich bin gespannt auf das Ergebnis und hoffe bald mehr davon zu hören.
    Liebe Grüsse
    Anja

    5+
  • Janine Vital

    Liebes Anticipé-Team

    Ich finde euer Projekt super und hochrelevant. Ich bin auch der Meinung, dass es unbedingt eine einfache, unkomplizierte aber trotzdem durchdachte Lösung geben muss.
    Für eine allfällige Testphase stehe ich gerne zur Verfügung. Weiter so!

    Liebe Grüsse
    Janine Vital

    4+
  • Chris Vital

    Hallo Anticipé-Team
    Ich konnte mich auch erst zu einem Organspendeausweis motivieren, als man ihn unkompliziert online ausfüllen konnte. Würde es so eine Lösung auch für die Patientenverfügung geben, wäre das ideal. Tolle Idee und sehr einfach für junge, digitale Menschen!
    Grüsse,
    Chris

    3+
    • Noemi Nobs

      Hallo zusammen
      Einen digitalen Zugang zur Erstellung einer PV finde ich eine super Idee.
      In meinem Arbeitsalltag in der klinischen Sozialarbeit komme ich hin und wieder in Kontakt mit dem Thema PV. Aus meiner Sicht wäre eine professionelle Beratung durch Fachärzte (Palliativmediziner, Onkologen, o.ä.), allenfalls Seelsorge und Pflegepersonal beim Erstellen wichtig. Besonders um die Folgen der Entscheidungen einzuschätzen (z.B.: Was geschieht mit mir, wenn ich keine künstliche Ernährung mehr möchte? Welche Folgen kann eine Reanimation für mich haben? Etc.).
      Ausserdem ist die Hinterlegung für mich ebenfalls entscheidend. Wenn eher gewährleistet werden könnte (insbesondere auch in Notfällen), dass Spitäler und Ärzte Zugriff resp. Kenntnis über die erstellte PV hätten, würden sich sicherlich viele für die Online Variante entscheiden. Allenfalls mit einer Art Datenbank…
      Um die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, resp. sie zum Erstellen zu animieren ist der Fakt dass durch das Erstellen einer PV (am Besten in Kombination mit einem Vorsorgeauftrag und Vollmachten) Fremdbestimmung vermieden werden kann, wahrscheinlich förderlich. Die Erhaltung der Selbstbestimmung erlebe ich im Berufsalltag als extrem wichtig für die Patienten und Patientinnen.
      Ich stehe gerne als Testperson zur Verfügung.
      Viel Erfolg und liebe Grüsse
      Noemi

      4+
      • Robin Anna Vital

        Hallo Noemi

        Vielen Dank für deine Nachricht!
        Wir sehen das genauso wie du. Wir finden auch, dass ein digitaler Zugang inklusive Hinterlegung in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Wie du sagst, ist manchmal sogar unklar, ob jemand eine PV hat oder nicht…
        Bezüglich den Spezialisten, Fachärzten: es ist absolut unerlässlich, dass beim Ausfüllen auf alle bekannten und nicht bekannten Konsequenzen und Möglichkeiten aufmerksam gemacht wird.
        Ich stimme dir zu, dass die Betonung auf der Selbstbestimmung liegen sollte.
        Super, dass du als Testperson zur Verfügung stehst!
        Liebe Grüsse
        Robin

        2+
      • Iwan Hänggi

        Hey Noemi,
        Merci für deinen Kommentar:) Sehr hilfreich.
        Was sind den für dich die schwierigsten Fragen, welche mit einer Patienteverfügung in Verbindung stehen? Kann man etwas falsch machen?
        Cool, dass du uns zur Verfügung stehst, wir werden auf dich zurückkommen.

        LG

        Iwan

        1+

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